Gesunde digitale Arbeitswelt

Gesunde digitale Arbeitswelt

Wir erleben mit der 4. industriellen Revolution auf der Basis cyber-physikalischer Systeme einen Wandel mit neuen Ansprüchen an die Arbeit. Die digitale Entwicklung bietet viele Chancen, Arbeitsprozesse leichter und effizienter zu gestalten und das Arbeitsumfeld zu verbessern. Insgesamt wird das Leben und Arbeiten in den kommenden Jahren ein anderes sein und eine neue Kultur der Arbeit prägen. Der Einsatz moderner Informationstechnologien und eine damit einhergehende Vernetzung machen den Weg frei für vielfältige Entwicklungschancen. Die gesamte Organisation von Arbeit gewinnt an Flexibilität, neue Arbeitszeiten sind möglich, verschiedenste Arbeitsorte entstehen.

Zentrales Handlungsfeld bei der Gestaltung des digitalen Wandels sind die Auswirkungen der neuen Arbeitsformen und -prozesse und die damit verbundenen Belastungen auf die Gesundheit der Mitarbeitenden. Sind die sich erweiternden Belastungsfaktoren eher förderlich oder eher schädlich?

Es kommt auf uns an!

Die Digitalisierung der Arbeitswelt und die damit einhergehenden Veränderungen für Unternehmen und Beschäftigte haben viele Facetten und bergen Ambivalenzen. So sind Flexibilisierung, Unabhängigkeit, Autonomie, Transparenz, Vereinbarkeit und neue Kommunikationstechnologien Chance und Risiko zugleich.

Neben zahlreichen Vorteilen digitaler Transformation gewinnen vor allem psychosoziale Beanspruchungen an Bedeutung. Entgrenzung von Berufs- und Privatleben und ständige Erreichbarkeit zum Beispiel führen häufig zu einem permanenten Gefühl der Beanspruchung.

Die zukunftsweisende Frage lautet, wie Arbeit in der digitalen und vernetzten Welt so

gestaltet werden kann, dass sie zugleich erfüllend, erfolgreich und gesund ausgeübt werden

kann.

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen personale und organisationale Gesundheitskompetenzen gesteigert werden. Muss Verhältnis- und Verhaltensprävention zum Teil der Unternehmens- und Arbeitskultur werden.

Für die Unternehmen heißt das im Sinne gesunder Führung auch:

  • Innovationen ermöglichen und zulassen
  • Gestaltungsräume gewähren und nutzen
  • Individualisierung einfordern und leben
  • Gesundheitskompetenzen fördern und erweitern.

Für jeden einzelnen Mitarbeitenden bedeutet es neben den klassischen Aspekten gesunden Verhaltens vor allem selbständiges und verantwortliches Handeln. Selbstkompetenz wird zur zentralen Schlüsselqualifikation für gesundes digitales Arbeiten.

Das bedeutet:

  • Selbstwirksamkeit
  • Motivation
  • Flexibilität
  • Kreativität

Neue, zukunftsorientierte Handlungsräume zu öffnen und gestalten zu können beeinflusst unser aller körperliches und psycho-soziales Wohlbefinden.

Zeitgemäße Arbeits- und Unternehmenskulturen sowie ein integriertes betriebliches Gesundheitsmanagement können dazu beitragen, dass Arbeit zu einem sinnstiftenden, bereichernden Teil unseres Lebens wird. Uns gesund hält und entwickelt.

Dabei ist gesundheitsorientiertes Handeln auch und erst recht in neuen Arbeitswelten nur möglich, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihren Beitrag leisten, wenn Verhaltens- und Verhältnisprävention verzahnt wirken, wenn sich betriebliches Gesundheitsmanagement den digitalen Entwicklungen anpasst.

 

Wirtschaftlicher Erfolg und Lebenszufriedenheit bleiben auch im Zeitalter der Digitalisierung das Resultat von gesunder und motivierender Arbeit.

 

 

 

 

 

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